Logo der Grabeskirche

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Das Büro Innenarchitektour Theelen fügte seinem Entwurf ein Signet der Werbeagentur

Kokos aus Mönchengladbach bei, das die Entscheidungsträger überzeugte. Die vier

angedeuteten Bögen, die den Seitenbögen der Kirche entlehnt sind, wurden darin

aufgenommen und bilden andeutungsweise das Haus Gottes, in dem der Mensch auch nach

seinem Tod Geborgenheit findet.

Da die Kirche St. Elisabeth ein Ort unseres Glaubens an die Auferstehung ist, wird mit

der gelben Rose unser Glaube daran angedeutet, dass das Leben der dort beigesetzten

Menschen in der Geborgenheit Gottes neu erblüht. So gilt das Wort der Psalmen: Im Haus

des Herrn darf ich wohnen für lange Zeit (Ps 23,6).

Dieses Signet lässt aber auch noch eine andere Assoziation zu. Die vier angedeuteten

Halbbögen können ein Symbol für Hände sein, die über die in dieser Kirche beigesetzten

Menschen gehalten werden. Damit sind auch die Trauernden einbezogen, die diese Gräber

besuchen und die die Toten in ihren Herzen bergen, ihnen in ihrem Herzen symbolisch einen

geschützten Platz geben. In der Wärme des Herzens erblüht die Erinnerung und diese kann

dann auch manche Impulse für das Leben über den Tod hinaus geben.

Schließlich soll eine dritte Assoziation angesprochen werden. Die Rose erinnert natürlich

auch an die heilige Elisabeth und an das mit ihr in Verbindung gebrachte Rosenwunder. In der

entsprechenden Legende wird Brot, das Elisabeth gegen den Wunsch des Hofes zu den

Armen bringt, bei einer Kontrolle in Rosen verwandelt. So verbinden sich in dieser Legende

das Lebensnotwendige und das Schöne als unterschiedliche Gaben der Liebe einer Frau, die

den Menschen ihrer Zeit herzensgut sein wollte. Ihr angefeindetes Engagement und ihr

Lebenszeugnis werden durch die angedeuteten Bögen von Gottes Schutz umgeben und

gehütet. Dies erhoffen wir auch für das gelungene Lebenszeugnis der Menschen, die in

dieser Kirche bestattet werden. Gott soll sie selbst und das Gute ihres Lebens vor den

Mächten des Todes und der Auflösung ins Nichts bewahren und sie gleichsam als kostbaren

Schatz in seiner Ewigkeit aufheben.

Eine vierte Dimension, die dieses Signet eröffnet, liegt in der Offenheit zwischen den Bögen.

Jeder, der den Trost der christlichen Botschaft von der barmherzigen Liebe Gottes sucht, darf

kommen. Er kann und darf sich hier mit der christlichen Hoffnung auf die Auferstehung

auseinandersetzen. Auch wenn er in dieser Kirche niemanden kennt, der hier beigesetzt

wurde, soll er vom Glauben und der Hoffnung der anderen, die diesen Ort gewählt haben,

angesteckt und inspiriert werden. Natürlich müssen sich viele erst durch das neblige Grau so

mancher Lebenserfahrung hindurch begeben. Aber dann machen ganz viele Menschen die

Erfahrung, dass ihnen Licht entgegenleuchtet und neue Zuversicht geschenkt wird. Das

wünschen wir allen, die einmal diese Kirche besuchen werden.

 

 

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