Geschichte

Die Kirche St. Elisabeth am Inrath entstand 1894. Zwei Jahre zuvor war dort ein Kapuzinerkloster gegründet worden, das sich um die Seelsorge in diesem Teil Krefelds kümmerte. Das Kloster übernahm zeitweise auch ordensinterne Ausbildungsfunktionen und besondere Aufgaben der Seelsorge in der Stadt. Dazu gehörte die Beichtseelsorge und die Begleitung besonderer Lebensumstände im Gespräch und in der Sakramentenspendung. Einzelne Patres übernahmen auch Dienste an Schulen, Krankenhäusern und anderen Einrichtungen.
Wie viele andere Gotteshäuser dieser Stadt wurde auch die Kapuziner- und Pfarrkirche St. Elisabeth im Krieg zerstört. Nach dem Krieg war das Kloster für viele Menschen im Bezirk ein Ort der Hoffnung. 1951 war der Wiederaufbau der Kirche abgeschlossen und sie diente wieder der Liturgie. Im Rahmen der liturgischen Erneuerungen nach dem Konzil wurde auch der Altarbereich umgestaltet. 1992 beschloss der Orden der Kapuziner, das örtliche Kloster aufzulösen. Daher verließen die meisten Kapuziner das Kloster. Zwei Patres wollten vor Ort weiterarbeiten und wurden Bistumspriester. Besonders Pater Julius Vogt führte als Pfarrer bis zu seinem Tod die Gemeinde. Mehr und mehr musste die Gemeinde erkennen, dass sie das Kloster als Gebäude nicht weiterführen konnte. Über mehrere Schritte nahm man von ihm Abschied von dem Gebäude und verkaufte es. Aus dem Erlös wurde ein neues Gemeindehaus gebaut, das heute neben der Kirche steht. Schließlich ging auch die Selbständigkeit der Gemeinde im Rahmen eines bistumsweiten Fusionsprozesses zu Ende. 2014 fusionierten St. Elisabeth mit St. Anna und St. Thomas Morus. Der letzte Schritt war der Gottesdienst zur Teilentwidmung am 4. Ostersonntag 2016. Damit war die Voraussetzung für die Umgestaltung zur Grabeskirche gegeben.

 

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